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Präsentation des Orgelmodells - Ein Meilenstein auf dem Weg zur Friedensorgel

Kirchenvorstand und Orgelbauverein der Kirchengemeinde St. Katharinen haben sich ein großes Ziel gesetzt: den Neubau einer Orgel, der Osnabrücker Friedensorgel in der gotischen Kirche. Mit der Präsentation eines Modells der geplanten Orgel ist nun ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin vollzogen worden. Im Vorfeld musste dabei im sogenannten Orgelsachverständigenausschuss der Hannoverschen Landeskirche eine musikalische Konzeption für die Orgel entwickelt werden. Nach einer europaweiten Ausschreibung haben sich dieser Ausschuss und der Kirchenvorstand der Gemeinde dafür entschieden, die Schweizer Orgelbaufirma Metzler mit dem Bau der Orgel zu beauftragen. Zur Präsentation des Orgelmodells am 1. Advent waren sowohl der Orgelbauer Andreas Metzler als auch die Mitglieder des Sachverständigenausschusses Prof. Hans-Christoph Becker-Foss, Karl-Heinz Voßmeier und Dr. Karl Wurm die Katharinenkirche gekommen.

Nachdem in der Vergangenheit das Orgelprojekt der Gemeinde eher eine abstrakte Vision war, besteht nun die Möglichkeit, sich anhand des Orgelmodells ein konkretes Bild von dem neuen Instrument und seiner Wirkung im Kirchenraum zu machen. Voraussetzung dafür war ein grafischer Entwurf des Orgelprospekts (der sichtbaren Front), der von einem Architektenbüro aus Mannheim in Kooperation mit dem Orgelbauer erstellt und in ein dreidimensionales Modell umgesetzt wurde. Dieses Modell ist eingebettet in ein Modell des Kirchenraums, das vom Osnabrücker Modellbauer Hahn gebaut wurde. Es wird zukünftig in unserer Kirche ausgestellt sein und lädt den Betrachter ein, sich ein Bild von der Friedensorgel an St. Katharinen zu machen. Den Verantwortlichen im Kirchenvorstand und im Orgelausschuss dient es zudem dazu, weitere Details der Orgelplanung zu visualisieren.

Die Orgel wird von der Schweizer Firma Metzler gebaut werden. Auf dem Hintergrund einer klassischen, soliden Bauweise mit hochwertigen Materialien wurde ein Instrument geplant, das die vielen musikalischen Aufgaben aufs Beste erfüllen kann. Elektronische Komponenten sind auf das Minimum beschränkt. Die Orgel ist in besonderer Weise geeignet, ungewohnte, neue Klänge zu erzeugen. Das sogenannte „winddynamische Werk“ ist ein für dieses Instrument charakteristisches Teilstück; eine Neuerung, die es bislang weltweit nur in einer einzigen Orgel in der Schweiz gibt. Durch mechanische Veränderungen des Luftstroms, der Tastensteuerung und mit speziellen Pfeifenreihen können mit dem winddynamischen Werk bislang ungehörte Klänge erzeugt werden. Damit wird eine neue musikalische Ausdrucksmöglichkeit geschaffen, die die Orgelmusik vielversprechend im Improvisations- und Kompositionsbereich erweitert. Aber auch im „klassischen“ Bereich der Orgelmusik bietet das klangliche Konzept der neuen Orgel alle notwendigen Möglichkeiten, um das breite Spektrum der Orgelmusik von den Anfängen bis heute überzeugend darzustellen. Eine sehr große dynamische Flexibilität bei der Begleitung von Soloinstrumenten und Chören gehört genauso zu den Stärken des vorliegenden Orgelkonzeptes wie die klangliche Durchsetzungskraft etwa bei einem Konzert zusammen mit einem großen Symphonieorchester.

Auch wenn es noch ein weiter Weg ist, bis aus der Vision der Friedensorgel ein klingendes Instrument wird, ist mit dem Abschluss der musikalischen Planung und der Präsentation des Modells in unserer Kirche ein wichtiger Meilenstein getan. Lassen Sie uns gemeinsam die nächsten Schritte tun.

Werden Sie Teil von etwas Einzigartigem!!!!

Orgelbauer Andreas Metzler (rechts im Bild) und die Mitglieder des Sachverständigenausschusses: Prof. Hans-Christoph Becker-Foss, Karl-Heinz Voßmeier und Dr. Karl Wurm
Das Modell. Erstellt von Paul Hahn