Flexslider

27.02.2020

„Zuversicht! sieben Wochen ohne Pessimismus“

Der Fastenkalender von "7 Wochen Ohne"

Der Fastenkalender von "7 Wochen Ohne", erschienen in der Edition Chrismon, lädt zum Mitmachen ein

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!“, so soll Oscar wilde einmal gesagt haben. Was für eine starke Zuversicht gegen Resignation und Pessimismus.

„Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“, so lautet auch das Motto der diesjährigen Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland in dieser Passionszeit. Eine Ermutigung wider den Trend. Denn den Umfragen zur Folge nimmt die Zuversicht in Deutschland drastisch ab und weicht den Gefühlen von Ohnmacht und Orientierungslosigkeit, von Überforderung und Überreizung laut dem Allensbacher Institut.

Es ist ein ewiger Streit: ist es besser, ein Pessimist zu sein, damit man nachher nicht enttäuscht ist, wenn etwas nicht klappt und man sagen kann: „Siehst du, habe ich ja gleich gewusst!“ Oder ist es besser, ein Optimist zu sein, dann hat man wenigsten schon die Zuversicht und die Vorfreude gehabt, auch wenn etwas nicht geklappt hat.

Jesus ist einen dritten Weg gegangen. Den Weg des Vertrauens. „Sorgt euch nicht um das Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um den Leib, was ihr anziehen sollt. ... wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum müht?“, heißt es in der Bergpredigt.

Jesus redet weder dem Pessimismus noch dem Optimismus das Wort, sondern setzt an ihre Stelle das Gottvertrauen. Die Vögel ernährt Gott, die Lilien lässt er blühen ohne ihr eigenes Zutun. Solches Zutrauen habt auch ihr Menschen! Sorgt euch nicht! Die Pessimisten werden jetzt sagen, das geht nicht gut, wenn ich alles aus der Hand gebe.

Die Optimisten werden jubelnd rufen: „Wird schon werden!“ und kümmern sich um nichts mehr. Beiden wird ́s nicht bekommen.

Aber diejenigen, die Gottvertrauen entwickeln und es an die Stelle ihrer Sorgen und ihres Pessimismus und Optimismus setzen, gleichen jenem dritten Frosch einer alten Parabel: Drei Frösche plagt der Durst. In der Speisekammer eines Bauern finden sie einen Krug voller fetter Milch. Nachdem sie sich sattgetrunken haben, bemerken sie, dass der Rand des Kruges nun zu hoch ist, um heraushüpfen zu können. Der erste Frosch, ein Pessimist, denkt: „Jetzt sind wir verloren. es gibt keine Rettung mehr!“ und er ertrinkt. Der zweite Frosch, ein Optimist, gibt sich unerschütterlich: „Uns wird schon nichts passieren, einfach abwarten.“ Und er wartet und wartet und ertrinkt sang- und klanglos wie der erste. Der dritte, zuversichtliche frosch, überlegt und sieht das Problem als Herausforderung und sagt sich: Nun hilft nur strampeln. Und er strampelt und strampelt gestärkt von der fetten Milch solange bis aus dem Milchrahm Butter geworden ist und er sich mit einem Sprung aus dem Krug retten kann.