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16.08.2019

Patsy & Michael Hull Foundation

Foto: Uwe Lewandowski

Mit der Finissage am Sonntag, dem 25. August findet die Ausstellung „Die Tänzerin von Auschwitz“, die die Lebens- und Überlebensgeschichte der jüdischen Tänzerin Roosje Glaser zeigt und erstmals in Deutschland in der St. Katharinenkirche zu Osnabrück zu sehen ist, ihren Abschluss. 

Dabei werden Patsy Hull-Krogull, Michael Hull und Guido Niermann zusammen mit weiteren jugendlichen Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderungen im Rahmen der Patsy & Michael Hull Foundation auftreten.

 „Wir freuen uns sehr die Geschichte der Tanzlehrerin Roosje Glaser während der Finissage tänzerisch ausdrücken zu dürfen. Intensiv wird es um die Vergangenheit gehen, um insbesondere die Jugend für eine friedlichere Zukunft zu inspirieren. Wir möchten damit einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten. Unsere Tänzerinnen und Tänzer betreten damit absolutes Neuland. Schauspielerisch sind Improvisationen bei vielen Tänzen gefragt. Es ist eine große Herausforderung auf diese Weise die Vergangenheit wieder in Erinnerung zu rufen.“ 

Eine Herausforderung, für die sich Patsy und Michael Hull und Guido Niermann leidenschaftlich einsetzen. Sie sind Abenteurer der Hingebung und lieben es, Neuland zu betreten, Experimentelles auszuprobieren, die eigenen, wie die Horizonte der Tänzerinnen und Tänzer zu erweitern und zu sensibilisieren. 
„Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, ist für uns ganz besonders wichtig in  diesem Stück,  da es im Dritten Reich eine Kennzeichnung „Behinderter Menschen“ gegeben hat.Die Ermordung behinderter Menschen durch die Nazis war absolut geheim! Unter dem Decknamen  „Aktion T 4“ (Euthanasieprogramm), wurden behinderteMenschen aus ihren Familien geholt und in sogenannte Heilanstalten, wie z.B. in Hadamar, untergebracht. Aus diesen Heilanstalten wurden sie herausgeholt und  an geheimen Orten ermordet. Die „Inklusion“ ist auch ein große Teil unsere Philosophie und wir freuen uns über jeden der und die dabei ist und neben uns steht, mit uns mittanzt, um gegen Antisemitismus, Rechtsradikalismus, Neonazismus in der heutigen Zeit die Stimme zu erheben und dem entgegenzustehen“, so Patsy Hull. 

Die Begrüßung werden Paul Glaser, der die Lebensgeschichte seiner Tante Rossje veröffentlicht hat, zusammen mit Pastor Otto Weymann, der das Begleitprogramm dieser Friedenskulturarbeit in der St. Katharinengemeinde entwickelte,  gemeinsam übernehmen. 

Die Finissage beginnt am 25. August um 18 Uhr in der St. Katharinenkirche Osnabrück. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden für die Friedenskulturarbeit in St. Katharinen und für die Patsy & Michael Hull Foundation gebeten. Bis zum 25. August kann die Ausstellung noch besichtigt werden.