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06.02.2017

Gottesdienst zum Thema "Frieden" aus Osnabrück

St. Katharinen, Osnabrück

"Verleih uns Frieden gnädiglich", so lautet das Motto des evangelischen Radiogottesdienstes aus St. Katharinen in Osnabrück. Es geht auf einen Liedvers von Martin Luther zurück, den er im Jahr 1529 gedichtet hat. NDR Info überträgt am 12. Februar ab 10 Uhr.

In Liedern und Lesungen ist die Rolle Osnabrücks und der Katharinengemeinde während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden Thema. Auch Erich Maria Remarques Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" darf dabei nicht fehlen, denn Osnabrück ist die Heimatstadt des Autors. Darüber hinaus wird das Projekt Friedensorgel Osnabrück vorgestellt, das in St. Katharinen beheimatet ist. Es predigt Pastorin Andrea Kruckemeyer. Die musikalische Leitung liegt bei Kantor Arne Hatje. Er dirigiert den Bach-Chor und spielt die Orgel.

St. Katharinen liegt im Herzen von Osnabrück. Um 1500 wird der Bau der spätgotischen Hallenkirche vollendet. Charakteristisch sind gelb getünchte Mauern, der Grundriss in Kreuzform, und ein Glockenturm aus Sandsteinquadern mit Kupferblech-Haube. 1543 bekennt sich die Gemeinde zur Reformation. Und während der fast fünf Jahre andauernden Verhandlungen zum Westfälischen Frieden feiern die Angehörigen der schwedischen Gesandtschaft hier Gottesdienst. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wird St. Katharinen schwer beschädigt, zahlreiche Kunstschätze verbrennen - auch die historische Orgel. Im Zuge des Wiederaufbaus erhält das Gotteshaus in den 1960er-Jahren ein neues Instrument, das inzwischen renovierungsbedürftig geworden ist.

Derzeit sammeln die Gemeinde und ein Verein Spenden für eine neue Orgel. In den kommenden Jahren soll die "Osnabrücker Friedensorgel" erstmals erklingen. "Sie wird ein klingendes Friedenssymbol", sagt Andrea Kruckemeyer, sie ist seit 1997 Pastorin an der Katharinengemeinde. "Unser Anliegen ist es, Menschen aus aller Welt zusammenzubringen, die sich für Musik, Kultur und Frieden engagieren. Unsere Kirche soll mit Musik erfüllt werden, die zu Herzen geht und Menschen unterschiedlichster Nationen miteinander verbindet."