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23.06.2020

An.ge.dacht

Die Zeder
In unserem Pfarrgarten steht eine Zeder. Einer meiner Vorgänger soll sie vor etwa 80 Jahren gepflanzt haben.
Diese Zeder inzwischen ein riesiger Baum geworden, sicherlich 20 Meter hoch, mit einer sehr ausladenden Krone. Vögel suchen Schutz in seinen Zweigen und brüten in dem Nistkasten, den wir dort angebracht haben.

In der Bibel finden sich viele Zitate über die Schönheit, den Duft und die Besonderheit der Zeder:
„Die Bäume des Herrn stehen voll Saft und die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat (Psalm 104,16).“

Der Baum steht für Stärke und Stabilität. Salomo nutzte Zedern beim Bau des Tempels, unter anderem ließ er das Allerheiligste mit dessen Holz vertäfeln.

Manchmal sitze ich abends in meinem Garten und schaue die Zeder an, staune über ihre Größe und Schönheit. Und in mir wächst der Wunsch, selbst zu erblühen, Kostbares zu gestalten.

Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum
und lass mich Wurzel treiben.
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
ich deines Garten schöne Blum
und Pflanze möge bleiben.

Es tut meiner Seele gut, dieses Lied von Paul Gerhardt zu singen. Gerade auch in dieser besonderen Zeit. Es macht mein Herz weit, wenn ich bewusst darauf achte, wie reich und schön unsere Welt doch ist.

Ich möchte Gott Raum geben. Im Glauben Halt finden.
Fest verwurzelt sein und gleichzeitig dem Himmel so nah.
Wie meine Zeder im Garten.

(Andrea Kruckemeyer, St. Katharinen)

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Dienstag!