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Eine Friedensorgel für die Friedensstadt Osnabrück

In der Katharinenkirche soll in den kommenden Jahren ein neues Wahrzeichen für die Friedensstadt Osnabrück entstehen. Die Ott-Orgel in unserer Kirche ist in die Jahre gekommen. Wiederholt ist von Orgel-Fachleuten bestätigt worden, dass sie den musikalischen Ansprüchen an eine A-Musikerstelle nicht genügt und eine Sanierung nicht rentabel wäre. Nachdem inzwischen bereits Teile der Orgel stillgelegt werden mussten, ging für den Kirchenvorstand kein Weg daran vorbei, den Neubau einer Orgel zu beschließen. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Kirchenmusik in unserer Gemeinde, für die Stadt Osnabrück und die Region steht dabei außer Frage, ob in der heutigen Zeit ein Orgelneubau noch zu rechtfertigen sei. Dennoch beweist die Gemeinde mit dem Entschluss, durch den Bau einer Friedensorgel ein weithin sicht- und hörbares Zeichen für den Frieden zu errichten, den Mut, Kirchenmusik in einen größeren gesellschaftlichen Kontext zu stellen: eine Orgel als klingendes Symbol des Friedens. Die Osnabrücker Friedensorgel ist gedacht als ein interkultureller und interreligiöser Treffpunkt im Zeichen der Musik. Sie steht für Begegnung, Austausch, Verständnis, Versöhnung und Toleranz.

Die Umsetzung dieser Friedensidee wird zukünftig durch verschiedene Veranstaltungen und Angebote erreicht. So sind Konzerte mit ausländischen Instrumentalisten und Chören geplant, etwa aus den Partnerstädten der Stadt Osnabrück, Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück, der Stadt Osnabrück und anderen Kulturschaffenden der Stadt und der Region. Eine bedeutende Stellung werden dabei Veranstaltungen anlässlich besonderer Gedenktage einnehmen, etwa der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar oder das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8.Mai. Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover hat die Wichtigkeit des Friedensorgel-Projektes anerkannt und die umfangreiche Förderung des Orgelbaus zugesagt. Der Kirchenkreis Osnabrück, die Kirchengemeinde und der Orgelbauverein fördern die Arbeit durch die Bereitstellung von Personal und Finanzen.

Die Umsetzung der Vision von der Osnabrücker Friedensorgel wird in den Jahren 2014 - 2018 parallel zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren verlaufen. Im Jahr 2018, in dem sich auch der Ausbruch des 30-jährigen Krieges zum 400. Mal jährt, soll dann in der Katharinenkirche ein Ort der Begegnung über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg bestehen, ein Ort, der Musik und Frieden schafft: die Osnabrücker Friedensorgel. 

Weitere Informationen zur Friedensorgel und zum Orgelbauverein finden Sie hier.